24plus nimmt Zen­tral­hub­be­trieb in eige­ne Hand

24plus über­nimmt Geschäf­te der Hub24 GmbH aus Insol­venz und bringt die­se in neue 24plus Hub-Logistics GmbH & Co. KG ein / Peter Bau­mann und Stef­fen Ren­ner wer­den Geschäfts­füh­rer / Alle 83 Arbeits­plät­ze im Zen­tral­hubum­schlag blei­ben erhal­ten

Hauneck, 14.10.2011 Die 24plus Sys­tem­ver­keh­re Betei­li­gungs­ge­sell­schaft GmbH hat zum 1. Okto­ber 2011 die Betriebs­mit­tel der bis­he­ri­gen Zen­tral­hub­be­triebs­ge­sell­schaft Hub24 GmbH aus der Insol­venz her­aus­ge­kauft und in die neue 24plus Hub-Logistics GmbH & Co. KG ein­ge­glie­dert. Fer­ner über­nahm die 24plus Hub-Logistics GmbH & Co. KG alle 83 Mit­ar­bei­ter des frü­he­ren Hub­be­trei­bers. Geschäfts­füh­rer der neu­en Hub­be­triebs­ge­sell­schaft sind Peter Bau­mann (53), der gleich­zei­tig Geschäfts­füh­rer der 24p­lus-Ver­kehrs­ge­sell­schaft bleibt, und Stef­fen Ren­ner (45), der bis­lang als Hub-Koor­di­na­tor bei 24plus in lei­ten­der Funk­ti­on tätig war. Zum einen ver­ab­schie­det sich 24plus damit vom bis­he­ri­gen Out­sour­cing-Modell im Zen­tral­hub­be­trieb, zum ande­ren been­deet 24plus damit den durch die Insol­venz des Hub­be­trei­bers ver­ur­sach­ten Schwe­be­zu­stand.

Die bis­he­ri­ge Hub24 GmbH war bis­lang aus­schließ­lich als Hub­be­triebs­ge­sell­schaft im 24p­lus-Zen­tral­hub Hauneck tätig und war 2008 in die Insol­venz gera­ten. Ursa­che für die Insol­venz der Hub­be­triebs­ge­sell­schaft war die Insol­venz der Mut­ter­ge­sell­schaft kon­zept Logis­tik AG und damit ein­her­ge­hend der Aus­fall der gesam­ten kon­zept-Logis­tik-Grup­pe. Die Grün­de der Insol­venz lagen in Pro­ble­men an ande­ren Stand­or­ten.

Vor­ge­schich­te: Hub­be­trieb als Out­sour­cing-Modell

Seit dem Start der Koope­ra­ti­on im Jahr 1996 nutzt 24plus ein zwei­stu­fi­ges Netz aus Direkt- und Hub­ver­keh­ren. Von Anfang an betrieb 24plus das Zen­tral­hub nicht selbst, son­dern hat­te den Umschlag an einen exter­nen Dienst­leis­ter über­ge­ben.

„Das Out­sour­cing-Modell hat lan­ge Zeit zu unse­rer Phi­lo­so­phie gepasst“, erklärt 24p­lus-Geschäfts­füh­rer Peter Bau­mann. „Wir haben die Spe­zi­al­auf­ga­ben im Hubum­schlag an einen Drit­ten über­tra­gen und nur den Leit­stand mit eige­nen Mit­ar­bei­te­rin­nen besetzt.“ Damit gelang es, Fix­kos­ten in varia­ble Kos­ten umzu­wan­deln. Außer­dem konn­te 24plus das Per­so­nal­ma­nage­ment für die aktu­ell 83 Mit­ar­bei­ter an den Hub­be­trei­ber abge­ben und sich stra­te­gi­schen Auf­ga­ben zuwen­den. Die Umschlag­qua­li­tät war ver­trag­lich fest­ge­legt und wur­de über­wacht und kon­trol­liert. Aller­dings stieß das Out­sour­cing-Modell im Lauf der Zeit an Gren­zen.

Durch die inten­si­ve Ein­bet­tung der Hub­ab­läu­fe in die IT-Ver­net­zung waren Ver­än­de­run­gen der Hub­pro­zes­se not­wen­dig, die in der bis­he­ri­gen Struk­tur eines im Insol­venz­ver­fah­ren befind­li­chen Hub­be­trei­bers nicht voll­stän­dig umsetz­bar waren. Peter Bau­mann: „Unser Zen­tral­hub­be­trieb ist extrem eng getak­tet und muss sich per­ma­nent wei­ter­ent­wi­ckeln, um eine opti­ma­le Leis­tung zu brin­gen. Der Insol­vent­ver­wal­ter war im Rah­men sei­ner Mög­lich­kei­ten zwar bereit, Ver­än­de­run­gen mit­zu­ge­hen. Auch die Mit­ar­bei­ter waren moti­viert. Aber auf Dau­er war der Betrieb in Insol­venz kein Zustand. “

Chan­ce für Ver­bes­se­run­gen

„Seit der Insol­venz des Hub­be­trei­bers im Jahr 2008 haben wir die ope­ra­ti­ven und admi­nis­tra­ti­ven Pro­zes­se im Umschlag sehr genau geprüft“, berich­tet Stef­fen Ren­ner. „Wir muss­ten uns alle Mög­lich­kei­ten offen­hal­ten, wenn der Betrieb nicht wei­ter­ge­gan­gen wäre. Bei unse­ren Prü­fun­gen haben wir fest­ge­stellt, dass wir bei einem Hub­be­trieb in eige­ner Hand durch Ände­run­gen in der Orga­ni­sa­ti­on und mit Detail­ver­bes­se­run­gen bei den Abläu­fen die Leis­tungs­fä­hig­keit der Umschlag­pro­zes­se opti­mie­ren kön­nen. Außer­dem woll­ten wir den Mit­ar­bei­tern im Hub­be­trieb, von denen vie­le schon seit der Inbe­trieb­nah­me des Zen­tral­hubs in Hauneck im Jahr 2000 mit an Bord sind, eine siche­re Per­spek­ti­ve geben.“

Bis zur end­gül­ti­gen Über­nah­me des Hub­be­trei­bers muss­te 24plus aber erst die Ent­wick­lung des Insol­venz­ver­fah­rens der kon­zept-Logis­tik-Grup­pe abwar­ten. Inzwi­schen hat 24plus durch eine Pro­zess­ana­ly­se bis­lang unge­ho­be­ne Syn­er­gien zwi­schen Leit­stand und Umschlag ermit­telt und ein Kenn­zah­len­sys­tem auf­ge­baut. Beim Per­so­nal­ein­satz kann der Hub­be­trieb nun­mehr noch fle­xi­bler auf schwan­ken­de Tages­men­gen und die Ver­kehrs­si­tua­ti­on im Zulauf auf das Zen­tral­hub ein­ge­hen. Außer­dem ist es durch den Hub­be­trieb in eige­ner Hand mög­lich, das Zen­tral­hub wei­ter zu ska­lie­ren. Dafür wur­de ein bedarfs­ori­en­tier­tes Schu­lungs- und Wei­ter­bil­dungs­kon­zept für die Mit­ar­bei­ter im nächt­li­chen Hubum­schlag ent­wi­ckelt. Die Fort­bil­dungs­maß­nah­men und wei­te­re Inves­ti­tio­nen in Stap­ler und Umschlag­tech­nik kön­nen nun direkt vom Unter­neh­men ver­an­lasst und durch­ge­führt wer­den. Außer­dem hat 24plus in Vor­be­rei­tung der Über­nah­me des Hub­be­triebs das elek­tro­ni­sche Hub­ma­nage­ment­sys­tem, das bis­her nur im Leit­stand ein­ge­setzt wur­de, dahin­ge­hend erwei­tert, dass damit nun auch Pro­zes­se im Umschlag in der Hal­le ange­sto­ßen, koor­di­niert und über­wacht wer­den kön­nen.

Hin­ter­grund: Das 24p­lus-Ver­kehrs­netz

24plus unter­hält ein zwei­stu­fi­ges Ver­kehrs­netz aus Direkt- und Hub­ver­keh­ren. Etwa 80 Pro­zent der Ton­na­ge (2010: 1,65 Mil­lio­nen Ton­nen) läuft bei 24plus über Direkt­ver­keh­re mit Haupt­läu­fen zwi­schen den Depots. Rund 200.000 Ton­nen pro Jahr wer­den über das Zen­tral­hub in Hauneck umge­schla­gen. Dies sind 800 Ton­nen pro Arbeits­tag, ver­teilt auf 4.800 Pack­stü­cke. Alle 64 Part­ner bedie­nen das Zen­tral­hub täg­lich, zum Teil mit meh­re­ren Trai­lern. Der Rest der Ton­na­ge wird über die bei­den Regio­nal­hubs Nord­deutsch­land (Betrei­ber ist der 24p­lus-Part­ner Rit­ter Logis­tik in Lan­gen­ha­gen) und Süd­deutsch­land (Betrei­ber ist der 24p­lus-Part­ner Kun­zen­dorf Spe­di­ti­on in Lud­wigs­burg) gerou­tet.

Hin­ter­grund: Das 24p­lus-Zen­tral­hub in Zah­len

  • Errich­tung 1999, Inbe­trieb­nah­me 2. Janu­ar 2000, Erwei­te­rungs­bau 2008
  • Ver­kehrs­güns­ti­ge Lage im ver­kehrs­geo­gra­fi­schen Mit­tel­punkt Deutsch­lands mit Auto­bahn­an­bin­dung in alle vier Him­mels­rich­tun­gen
  • Opti­ma­le Anbin­dung an die Auto­bahn A4 (500 Meter zur Anschluss­stel­le Bad Hers­feld)
  • 60.000 Qua­drat­me­ter Grund­stücks­flä­che
  • 5.200 Qua­drat­me­ter Umschlag­flä­che
  • 104 Tore
  • 64 täg­lich im Nacht­sprung bedien­te Rela­tio­nen
  • Moder­ne Umschlags­tech­nik (Unter­flur­ket­ten­för­der­an­la­ge mit drei Krei­sen)
  • Umschlags­ka­pa­zi­tät 250 Ton­nen pro Stun­de
  • Im Mit­tel 800 Ton­nen Stück­gut-Umschlag pro Nacht, ver­teilt auf 4.800 Pack­stü­cke
  • Video­über­wa­chung und trans­pon­der­ge­steu­er­te Zutritts­kon­trol­le
  • Gesamt­mit­ar­bei­ter­zahl 92, im Mit­tel 60 Mit­ar­bei­ter im Umschlag
  • Com­pli­an­ce-Check aller Sen­dun­gen

Im Jahr 2008 wur­de das Hub in drei­mo­na­ti­ger Bau­zeit von 3.850 auf 5.200 Qua­drat­me­ter Umschlag­flä­che erwei­tert. Die Umschlag­ka­pa­zi­tät stieg von 180 Ton­nen pro Stun­de auf 250, die Zahl der Tore von 75 auf 104. Die neu­en Tore waren die Vor­aus­set­zun­gen zur Auf­nah­me wei­te­rer Sys­tem­part­ner. Ergän­zend zum Umbau wur­de der Hub-Leit­stand mit einer neu ent­wi­ckel­ten Dis­po­si­ti­ons­soft­ware aus­ge­rüs­tet, die ab sofort auch in der Hal­le ein­ge­setzt wird. Das Hub, das in der alten Aus­bau­stu­fe etwa 750 Ton­nen Stück­gut pro Nacht bewäl­tig­te, ist seit dem Umbau für Spit­zen­be­las­tun­gen von über 1.000 Ton­nen gerüs­tet

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