Car­bon Foot­print: 24plus mit CO2-Rech­ner nach DIN EN 16258

Ermitt­lung für Deutsch­land­netz inklu­si­ve der Vor- und Nach­läu­fe / Zer­ti­fi­zie­rung geplant / Koope­ra­ti­on mit Stein­beis-Bera­tungs­zen­trum Spe­di­ti­on und Logis­tik

Hauneck, 03.05.2013 – Die Stück­gut­ko­ope­ra­ti­on 24plus stellt ihren 47 Part­nern im Inland ab Juni 2013 einen CO2-Rech­ner nach DIN EN 16258 („Berech­nung von Treib­haus­ga­sen in der Logis­tik“) zur Ver­fü­gung. Der CO2-Rech­ner wur­de gemein­sam mit dem Stein­beis-Bera­tungs­zen­trum Spe­di­ti­on und Logis­tik unter der Lei­tung von Prof. Dirk Loh­re ent­wi­ckelt. Ver­ant­wort­li­che Mit­ar­bei­te­rin bei 24plus war Lena Ste­phan, die das Kon­zept im Rah­men ihres Dua­len Stu­di­ums der Betriebs­wirt­schafts­leh­re mit Schwer­punkt Logis­tik­ma­nage­ment erar­bei­te­te. Die Ein­zel­hei­ten zum Car­bon Foot­print gibt 24plus auf der trans­port logistic 2013 beim Pres­se­ge­spräch am Mitt­woch, den 5. Juni 2013, um 14 Uhr am Stand von 24plus (Hal­le A5, Stand 107/208) bekannt.

Mit dem neu­en Rech­ner kann 24plus für Ein­zel­sen­dun­gen anhand von Gewicht und Ent­fer­nung norm­ge­recht den trans­port­be­ding­ten Aus­stoß von Treib­haus­ga­sen wie CO2, Methan, Lach­gas und Fluor­koh­len­was­ser­stof­fen bezif­fern. In die Berech­nung flie­ßen alle Treib­haus­gas-Emis­sio­nen wäh­rend des Vor­laufs, der Haupt­läu­fe als Direkt- oder Hub­ver­keh­re sowie der Nach­läu­fe ein. Dies gilt auch für die Umwelt­aus­wir­kun­gen von Sub­un­ter­neh­mern. 24plus strebt noch im ers­ten Halb­jahr 2013 für den Car­bon Foot­print eine Zer­ti­fi­zie­rung an.

Kom­ple­xe Erhe­bun­gen – sinn­vol­le Ergeb­nis­se

Maß­geb­lich für die norm­ge­rech­te Berech­nung ist die Berück­sich­ti­gung aller Emis­sio­nen, also von der Gewin­nung des Treib­stoffs bis zur Tank­stel­le (auch Vor­ket­te oder Well-to-Tank genannt), sowie von der Tank­stel­le bis zur Ver­bren­nung auf der Stra­ße (Tank-to-Wheel). Die Bereit­stel­lung der Ener­gie (Well-to-Tank) muss des­halb berück­sich­tigt wer­den, um einen Ver­kehrs­trä­ger­ver­gleich, zum Bei­spiel mit der Bahn, zu ermög­li­chen. Hier arbei­tet 24plus norm­kon­form. Auch die aus­schließ­li­che Betrach­tung der Ver­kehrs­leis­tung ent­spricht DIN EN 16258. Neben­fak­to­ren wie der Ener­gie­ver­brauch in den Depots und Hubs, die Anfahrt der Mit­ar­bei­ter zur Arbeit oder Geschäfts­rei­sen flie­ßen daher nicht in die Emis­si­ons­sta­tis­tik von 24plus ein.

In der Kli­ma­gas­sta­tis­tik von 24plus wer­den viel­fäl­ti­ge Daten erho­ben und ver­ar­bei­tet. 24p­lus-Geschäfts­füh­rer Peter Bau­mann: „Die ermit­tel­ten Emis­si­ons­wer­te sind Durch­schnitts­wer­te, die wir auf Basis von Echt­da­ten in unse­rem Netz­werk erhe­ben. Auf die Ver­wen­dung theo­re­ti­scher Annah­men aus Stan­dard­wer­ken ver­zich­ten wir, wo immer dies mög­lich ist. Nur so kön­nen wir im Zeit­ver­lauf Ver­än­de­run­gen erken­nen und Ver­bes­se­run­gen erzie­len.“ Auf­wen­dig zu ermit­teln sind die fahr­zeug­va­ria­blen Daten wie der tat­säch­li­che Treib­stoff­ver­brauch bei eige­nen Fahr­zeu­gen und Trans­port­un­ter­neh­mern sowie die Echt­aus­las­tung der Fahr­zeu­ge. „Der Erfas­sungs­auf­wand ist nur auto­ma­ti­siert beherrsch­bar, also mit IT-Sys­te­men und den pas­sen­den Schnitt­stel­len“, erklärt Bau­mann. Die Sen­dungs­da­ten bezieht 24plus aus der zen­tra­len Sen­dungs­da­ten­bank, die Gesamt­aus­las­tung der Fahr­zeu­ge wird über Bor­de­ro- und loka­le Daten ermit­telt. Zusätz­lich wer­den zur Ermitt­lung der zurück­ge­leg­ten Stre­cken die Dis­po­si­ti­ons­sys­te­me der Part­ner ange­zapft.

Auch müs­sen die ermit­tel­ten Daten um netz­werk­frem­de Ein­flüs­se berei­nigt wer­den. Da 24plus als offe­ne Koope­ra­ti­on agiert, kön­nen 24p­lus-Part­ner mit Dritt­spe­di­teu­ren zusam­men­ar­bei­ten. Die­se Offen­heit bringt es mit sich, dass sich Fremd­sen­dun­gen im Vor- und Nach­lauf und zum Teil sogar im Haupt­lauf auf dem­sel­ben Lkw wie die 24p­lus-Sen­dun­gen befin­den kön­nen. Um den Car­bon Foot­print der 24p­lus-Sen­dun­gen im Netz­werk zu ermit­teln, wer­den die Effek­te der Fremd­sen­dun­gen folg­lich antei­lig her­aus­ge­rech­net.

Tief ins Netz ein­ge­taucht

Zur Berech­nung der Kli­ma­gas­emis­sio­nen ist 24plus tief in die Netz­werk­struk­tu­ren ein­ge­taucht. Teil­wei­se erga­ben sich signi­fi­kan­te Unter­schie­de zwi­schen den Part­ner­be­trie­ben. „Ein Part­ner erziel­te auf sei­ner Zen­tral­hub-Rela­ti­on gute Ver­brauchs­wer­te, wäh­rend ande­re Part­ner, die mit einer ähn­li­chen Aus­las­tung auf einer ver­gleich­ba­ren Stre­cken unter­wegs sind, deut­lich schlech­ter abge­schnit­ten haben“, berich­tet Lena Ste­phan. „Auf der Basis unse­res CO2-Rech­ners kön­nen wir die­se Din­ge bes­ser beob­ach­ten. Wir kön­nen Rück­schlüs­se auf den Fahr­zeug­typ, den Ein­satz von Tem­po­ma­ten und den Erfolg von Fah­rer­trai­nings zie­hen und ein inter­nes Bench­mar­king betrei­ben.“

Auch bei den Abhol- und Zustell­fahr­ten gibt es Unter­schie­de zwi­schen Stadt und Land. Groß­stadt­spe­di­teu­re etwa haben eine hohe Stopp­dich­te und legen kur­ze Weg­stre­cken zurück. So beträgt bei einem 24p­lus-Part­ner in einer Metro­pol­re­gi­on die durch­schnitt­li­che Tages­rou­te eines Nah­ver­kehrs­fahr­zeugs 129 Kilo­me­ter, wäh­rend die Nah­ver­kehrs­fahr­zeu­ge eines ande­ren, in einer länd­li­chen Regi­on ansäs­si­gen Part­ners im Mit­tel täg­lich gut 100 Kilo­me­ter mehr zurück­le­gen. „Aller­dings steigt der Ver­brauch der 7,5- und 11,99-Tonner im Stop-and-Go des Stadt­ver­kehrs“, weiß Lena Ste­phan. In der all­ge­mei­nen 24p­lus-Emis­si­ons­ta­bel­le wer­den die­se Effek­te zuein­an­der ins Ver­hält­nis gesetzt. In einem zwei­ten Schritt wird es mög­lich sein, die Emis­si­ons­wer­te für jedes Depot zu erzeu­gen. Für Peter Bau­mann ist das Ergeb­nis die­ser ers­ten Erhe­bung hoch­in­ter­es­sant und ermög­licht einen neu­en Blick auf die bis­her aus rein wirt­schaft­li­chen Grün­den erho­be­nen Tour­da­ten. Bau­mann: „Hier ver­bin­den sich Öko­no­mie und Öko­lo­gie in sinn­vol­ler Wei­se.“

Prof. Dirk Loh­re, Lei­ter des Stein­beis-Bera­tungs­zen­trums Spe­di­ti­on und Logis­tik, sieht 24plus beim Car­bon Foot­print auf einem guten Weg: „Die Erhe­bung ist norm­ge­recht und trifft die Rea­li­tät. Die hohe Direkt­ver­kehrs­dich­te von 24plus und die kon­se­quent betrie­be­ne Dop­pel­stock­ver­la­dung auf den Hub­ver­keh­ren zei­gen ihre Wir­kung auch beim Aus­stoß von Treib­haus­ga­sen. Ein unmit­tel­ba­rer Ver­gleich mit ande­ren Sys­te­men ist auf­grund der Viel­zahl mög­li­cher Ein­fluss­grö­ßen aber nur ein­ge­schränkt mög­lich. Die Qua­li­tät wird viel­mehr durch den kon­kre­ten Bezug der Daten­ba­sis zu 24plus, also das Ver­mei­den von Stan­dard­wer­ten, geprägt.“

 

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