Fünf Mil­lio­nen sau­be­re Sen­dun­gen bei 24plus geprüft

Koope­ra­ti­ons­wei­tes Tool zur Com­pli­an­ce-Prü­fung bei 24plus / 24p­lus-spe­zi­fi­sche Ent­wick­lung der Euro-Log / Noch kei­ne auf­fäl­li­ge Sen­dung

Hauneck, 15.10.2009 Die Stück­gut­ko­ope­ra­ti­on 24plus logistics net­work ver­fügt seit Dezem­ber 2008 über ein koope­ra­ti­ons­wei­tes Sys­tem zur Com­pli­an­ce-Prü­fung. Inzwi­schen wur­den fünf Mil­lio­nen Sen­dun­gen damit geprüft – alle­samt waren sau­ber.

Trotz die­ses Ergeb­nis­ses hat die Com­pli­an­ce-Prü­fung einen erns­ten Hin­ter­grund. Inter­na­tio­na­le Lie­fer­ket­ten unter­lie­gen stren­gen Sicher­heits­vor­ga­ben. So ist es nach den EG-Ver­ord­nun­gen Nr. 2580/2001 und Nr. 881/2002 ver­bo­ten, Geschäfts­ver­bin­dun­gen zu Per­so­nen, Fir­men oder Insti­tu­tio­nen zu unter­hal­ten, die des Ter­ro­ris­mus ver­däch­tigt wer­den. Ziel die­ser Ver­ord­nun­gen ist es, die Finanz­quel­len und damit auch den Waren­han­del von Ter­ro­ris­ten aus­zu­trock­nen. Wer die Anti-Ter­ror-Richt­li­ni­en miss­ach­tet, muss in Deutsch­land nach Para­graf 34 des Außen­wirt­schafts­ge­set­zes mit Frei­heits­stra­fen oder Geld­stra­fen rech­nen. Das bedeu­tet: Die 24p­lus-Sys­tem­part­ner sind wie alle Spe­di­teu­re ver­pflich­tet, die Sen­der- und Emp­fän­ger­da­ten einer Stück­gut­sen­dung zu über­prü­fen und die­se Über­prü­fung zu doku­men­tie­ren.

Durch­gän­gi­ge Netz­werk­si­cher­heit

„Die Com­pli­an­ce-Prü­fun­gen sind kei­ne Schön­wet­ter­ver­an­stal­tung, bei der man bedarfs­wei­se mit­ma­chen kann“, sagt 24p­lus-Geschäfts­füh­rer Peter Bau­mann. „Jeder Part­ner muss die­se gesetz­lich ver­lang­te Maß­nah­me sicher­stel­len.“ Um den Auf­wand für die Part­ner zu mini­mie­ren, hat 24plus den IT-Dienst­leis­ter Euro-Log AG aus Hall­berg­moos bei Mün­chen beauf­tragt, ein koope­ra­ti­ons­wei­tes Sys­tem zur Com­pli­an­ce-Prü­fung zu ent­wi­ckeln. Durch ein zen­tra­les Prüf­ver­fah­ren brau­chen die ein­zel­nen 24p­lus-Part­ner nicht in eine eige­ne neue Soft- und Hard­ware inves­tie­ren. Außer­dem ist durch das zen­tra­le Ver­fah­ren eine durch­gän­gi­ge Netz­werk­si­cher­heit gewähr­leis­tet. „Es wird für Stück­gut­ko­ope­ra­tio­nen zuneh­mend wich­ti­ger, dass sie den Part­nern nicht nur ein Ver­kehrs­netz zur Ver­fü­gung stel­len, son­dern zen­tra­le Dienst­leis­tun­gen erbrin­gen“, betont Bau­mann.

Die von der Euro-Log AG ent­wi­ckel­te Lösung ent­hält drei Kom­po­nen­ten, mit denen die 24p­lus-Part­ner ihren gesam­ten Stück­gut­um­fang – 24p­lus-inter­ne, aber auch Fremd­sen­dun­gen – geset­zes­kon­form unter­su­chen. Die ers­ten Kom­po­nen­te ist die per­ma­nen­te, bor­de­ro­be­zo­ge­ne Prü­fung: Sind Sen­der und Emp­fän­ger 24p­lus-Part­ner, wer­den alle Daten­sät­ze ab dem Emp­fang der ers­ten Bor­de­ro­da­ten bei der Euro-Log solan­ge per­ma­nent über­wacht, bis im Sys­tem der Erle­digt-Sta­tus für die Sen­dung ein­ge­tra­gen ist. „Damit ist sicher­ge­stellt, dass bei­de, Ver­sand­part­ner und Emp­fän­ger, den gesetz­li­chen Ver­pflich­tun­gen nach­kom­men“, erklärt Claus Süs­kind, Account Mana­ger bei der Euro-Log. Han­delt es sich um eine Fremd­sen­dung, wird die­se nur für den Ver­sand­spe­di­teur geprüft.

Zusätz­lich kön­nen alle 24p­lus-Part­ner ein­ma­lig ihren gesam­ten Kun­den­da­ten­be­stand mit dem Euro-Log-Tool durch­leuch­ten las­sen. Als drit­te Kom­po­nen­te wur­de eine Ad-hoc-Abfra­ge in das Prüf­sys­tem imple­men­tiert. Die 24p­lus-Part­ner tra­gen im koope­ra­ti­ons­ei­ge­nen, eben­falls von der Euro-Log gehos­te­ten Intra­net-Por­tal manu­ell den Daten­satz in ein Abfra­ge­feld ein. „Ob ein zukünf­ti­ger Geschäfts­part­ner sau­ber ist, lässt sich dann mit weni­gen Maus­klicks fest­stel­len“, erläu­tert Süs­kind.

Tarn­na­me John Smith

Doch woher weiß das Com­pli­an­ce-Sys­tem, wel­cher Geschäfts­part­ner sau­ber ist, oder nicht? Die Euro-Log gleicht die Sen­dungs­da­ten mit soge­nann­ten Black­lists ab. Zu den geläu­figs­ten gehö­ren die EG-Ver­ord­nung gegen Ter­ro­ris­mus, die US-Sank­ti­ons­lis­ten Denied Par­ties List und Spe­cial­ly Desi­gna­ted Natio­nals List. „Die Lis­ten ent­hal­ten Tau­sen­de von Namen“, weiß Süs­kind.

Fällt ein Daten­satz bei der Com­pli­an­ce-Prü­fung als ver­däch­tig auf, erhal­ten die 24p­lus-Part­ner auf Sen­der- und Emp­fän­ger­sei­te sowie die 24p­lus-Sys­tem­zen­tra­le über das Über­wa­chungs­tool „Ope­ra­ti­ve Steue­rung“ einen Warn­hin­weis. Für den Fall der Fäl­le hat 24plus einen Maß­nah­men-Kata­log auf­ge­stellt, wie mit der betref­fen­den Sen­dung zu ver­fah­ren ist. Der Fall der Fäl­le ist jedoch noch gar nicht ein­ge­tre­ten, obwohl auch ein gewis­ser John Smith auf den Black­lists ver­zeich­net ist: einer der häu­figs­ten Namen im eng­lisch­spra­chi­gen Raum und einer der ein­falls­lo­ses­ten Tarn­na­men.

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