24plus-Chef Peter Baumann geht in den Ruhestand

24plus-Chef Peter Baumann geht in den Ruhestand

22 Jahre 24plus-Geschäftsführer / Vom eigenen Hub über die Internationalisierung und Produktentwicklung bis zur aktuellen Stabilisierung des Netzwerks

Hauneck, 23.04.2020 Nach 22 Jahren als 24plus-Geschäftsführer geht Peter Baumann Ende April 2020 in den Ruhestand. Der 62-Jährige leitete die Stückgutkooperation seit 1998. Seit Mai 2019 bildete Peter Baumann zusammen mit seinem Nachfolger Stefan Rehmet eine Doppelspitze.

Bei Peter Baumanns Eintritt bei 24plus war die Stückgutkooperation erst seit zwei Jahren am Markt aktiv und zählte 36 ausschließlich deutsche mittelständische Speditionen als Systempartner, die zuvor als Relationsspediteure tätig gewesen waren und nun ein gemeinsames flächendeckendes Deutschlandnetz bildeten.

Peter Baumann, 24plus. Klick führt zur Downloaddatei.

„Dank Peter Baumann ist 24plus eine starke und leistungsfähige Stückgutkooperation“, erklärt Uwe Müller, Sprecher des Aufsichtsrats von 24plus. „Er war sowohl Pragmatiker als auch Visionär. Die Netzwerkpartner haben ihm unendlich viel zu verdanken.“

Improvisation in den Anfangstagen

Vor seinem Wechsel zu 24plus war Baumann Abteilungsleiter für Systemverkehre bei Schenker und damit an ein anderes Umfeld gewöhnt: „Die Systemzentrale von 24plus bestand bei meinem Start aus einem angemieteten Büroraum beim Gründungsgesellschafter August L. König GmbH im Frankfurter Westhafen“, erinnert sich Baumann. „In meinen Anfangsmonaten habe ich mit den Partnern, die damals schon über eine E-Mail-Anbindung verfügten, über meinen privaten Mailaccount kommuniziert.“

Die Einführung der Ablieferscannung im Jahr 1999 und die Errichtung des Zentralhubs in Hauneck, das Anfang 2000 den Betrieb aufnahm, waren die ersten Großprojekte unter der Regie des neuen Geschäftsführers Baumann. Ebenfalls im Jahr 2000 ging mit der holländischen Spedition VTE (heute KLG Europe) der erste Europapartner ans Netz. Die Europäisierung mit Partnern in rund 20 europäischen Ländern und die Entwicklung von Laufzeitprodukten schloss 24plus Mitte der Nullerjahre ab. 2008 erweiterte 24plus das Zentralhub in Hauneck von 3.850 auf 5.200 Quadratmeter, 2009 nahm 24plus den Non-Vessel Operating Common Carrier (NVOCC) Ecu Worldwide als Partner auf.

Nach den Aufbauleistungen im ersten Jahrzehnt bestand Baumanns Hauptaufgabe in seiner zweiten Dekade bei 24plus in der Schaffung zusätzlicher logistischer Mehrwertdienste und in der Weiterentwicklung innovativer IT-Systeme, darunter Clearingsysteme für Paletten und Finanzströme, ein Management-Informationssystem und ein System zur Abwicklung der Beschaffungslogistik. Insbesondere in jüngerer Vergangenheit gehörten zu Baumanns Aufgaben die Stabilisierung der Netzwerkstrukturen sowie der Partnerlandschaft. Ein Instrument dazu bildet die „Kooperation der Kooperationen“ zwischen 24plus und ONLINE Systemlogistik, die bereits 2014 eingeleitet wurde. Zwischenzeitliche Pläne einer Fusion der beiden Netze wurden 2019 fallengelassen. Unabhängig davon wird die Zusammenarbeit in einzelnen Regionen fortgesetzt.

Der ausscheidende Geschäftsführer Peter Baumann: „In der Stückgutbranche gibt es seit Jahren einen immensen Konzentrationsprozess. Es wird für die Stückgutnetze immer schwieriger, ausscheidende Partner adäquat zu ersetzen. Der Veränderungsdruck auf die Stückgutspeditionen wie auf die Stückgutnetze ist groß. 24plus hat sich in dieser schwierigen Situation als starkes Stückgutnetz erwiesen. Meinem Nachfolger wünsche ich eine glückliche Hand bei seinen Aufgaben.“

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