Jochen Korth verabschiedet sich in den Ruhestand
Zum Jahresende verabschiedet sich Jochen Korth – seit mehr als zwei Jahrzehnten Niederlassungsleiter unseres langjährigen Gesellschafters Ziegler GmbH– in den wohlverdienten Ruhestand. Gemeinsam blicken wir auf eine Zeit zurück, die geprägt war von vertrauensvoller Zusammenarbeit, großem Engagement und vielen Erfolgen. Jochen Korth war nicht nur eine tragende Säule in „seiner“ Ziegler-Niederlassung in Eschweiler, sondern hat auch im Arbeitskreis International der 24plus aktiv mitgewirkt und den Aufbau des internationalen Geschäftsbereichs maßgeblich vorangetrieben.
Wir haben die Gelegenheit genutzt, mit ihm über seine beeindruckende Laufbahn und ein (fast) ganzes Leben in der Spedition zu sprechen. Im Interview gibt er spannende Einblicke in seine Erfahrungen, Herausforderungen und die Entwicklung der Branche.
Wie fühlt es sich an, als „lebenslanger“ Spediteur in den RUHE-Stand zu gehen?
„Es ist ein seltsames, aber sehr schönes Gefühl. Die Branche hat mich geprägt, und ich habe viel Herzblut in die Arbeit gesteckt. Es fällt mir nicht leicht, loszulassen, aber ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe – und freue mich auf einen neuen Lebensabschnitt.“
Beschreiben Sie Ihren beruflichen Werdegang.
„Meinen beruflichen Weg begann ich 1979 mit der Ausbildung zum Speditionskaufmann bei Kühne & Nagel in Koblenz. Dort habe ich die speditionellen Grundlagen gelernt und schnell gemerkt, dass Spedition und Logistik genau mein Bereich ist. Anschließend war ich 21 Jahre bei Kühne & Nagel tätig – eine lange, prägende Zeit, in der ich viel Verantwortung übernommen habe und wertvolle Erfahrungen sammeln konnte. Besonders spannend und intensiv waren der Einsatz über vier Jahre in Portugal, die meinen Blick auf Menschen, Zusammenarbeit und andere Kulturen nachhaltig erweitert und geschärft haben. Dadurch hat das Portugal- und Spanien-Geschäft in meiner Entwicklung einen ganz besonderen Stellenwert erlangt.
Seit nunmehr 23 Jahren bin ich bei der Ziegler GmbH beschäftigt – ein Unternehmen, das ich nicht nur beruflich, sondern auch persönlich als wichtigen Teil meines Lebens betrachte. Hier durfte ich mitgestalten, mich weiterentwickeln und viele spannende Veränderungen begleiten. Dieser Weg hat mich geprägt – und ich bin dankbar für jede einzelne Station.“
Ziegler Eschweiler war bereits zwei Jahre Gesellschafter des 24plus-Netz, als Sie – zunächst als Speditionsleiter und nur wenige Monate später schon als Niederlassungsleiter – die Verantwortung des Ziegler-Standortes übernahmen. Können Sie sich an den ersten Kontakt und die Zusammenarbeit in der Anfangszeit mit der 24plus-Geschäftsstelle erinnern?
„Ja, das weiß ich noch sehr gut! Denn die Zusammenarbeit war eine Woche vor meinem Start gekündigt worden. Zum Glück sind wir anschließend nochmal mit dem damaligen 24plus-Geschäftsführer Peter Baumann ins Gespräch gekommen und haben uns dafür entschieden, die Zusammenarbeit fortzuführen – ein Schritt, den wir bis heute nicht bereut haben. Peter Baumann möchte ich an dieser Stelle sehr gern nochmal hervorheben, denn durch seine Weitsicht, sein Engagement sowie seine offene und positive Art hat er die Entwicklung von 24plus maßgeblich geprägt.“
Wie haben Sie insgesamt die Zusammenarbeit mit Gesellschaftern und Systempartnern in der 24plus-Kooperation erlebt?
„Insgesamt war die Zusammenarbeit sehr professionell und von gegenseitigem Respekt geprägt. Die Vielfalt der Perspektiven hat das System stark gemacht. Ich habe den partnerschaftlichen Umgang und die gute Kommunikation stets geschätzt.“
Gibt es eine besonders hervorzuhebende Anekdote oder ein besonderes Ereignis, an das Sie sich gerne erinnern?
„Eine einzelne besondere Anekdote gibt es für mich gar nicht – vielmehr erinnere ich mich an die vielen kleinen Momente, die unsere Zusammenarbeit geprägt haben. Vor allem die interessanten Gespräche bei einem Bierchen an manchem langen Abend bleiben mir in besonders guter Erinnerung. Diese offenen, ehrlichen und oft auch humorvollen Runden haben nicht nur Spaß gemacht, sondern auch Vertrauen geschaffen und viele gute Ideen hervorgebracht.“
Was unterscheidet Spedition heute von damals?
„Das ist eine sehr gute Frage – und ich möchte sie kurz auf den Punkt bringen: In den letzten 40 Jahren hat sich die Spedition vom analogen Frachtorganisator zum digital vernetzten Logistik- und Supply-Chain-Partner entwickelt. Geschwindigkeit, Transparenz und Technologie bestimmen heute einen Markt, der früher vor allem von Erfahrung, Papier und persönlichem Netzwerk gelebt hat. Leider spielt dieser persönliche Kontakt immer weniger eine Rolle – es geht allem Anschein nach in erster Linie um Kosteneinsparung und Effizienz.“
Was geben Sie Ihrem Nachfolger oder Ihrer Nachfolgerin bei Ziegler Eschweiler mit auf den Weg?
„Zusammengefasst: Mit Herzblut die Entwicklung vorantreiben. Mut zu Entscheidungen. Lust auf Weiterentwicklung und die Fähigkeit, Chancen zu erkennen. Das bringt unser Unternehmen voran – in einer/unserer Branche, die nie stillsteht und die wirtschaftliche und politische Entwicklungen unmittelbar spürt.“
„Nicht, was er mit seiner Arbeit erwirbt, ist der eigentliche Lohn des Menschen – sondern, was er durch sie wird.“
— John Ruskin
Wir bedanken uns herzlich bei Jochen Korth für über zwei Jahrzehnte sehr guter, vertrauensvoller und erfolgreicher Zusammenarbeit und wünschen ihm alles Gute und viel Gesundheit für den bevorstehenden Ruhestand!
Sie möchten mehr über unsere internationalen Partner erfahren? Dann lesen Sie hier das Interview mit Ziegler GmbH.
