Paul Walter feiert hundert Tage im Amt
Seit Paul Walter am 13. Oktober 2025 die Geschäftsführung übernommen hat, ist einiges passiert. Mit dem heutigen Tag erreicht er sein erstes kleines Jubiläum: Die ersten hundert Tage im Amt sind geschafft. In dieser Zeit konnte Paul Walter bereits wichtige Impulse setzen und erste strategische Weichen für die zukünftige Ausrichtung von 24plus stellen. Wir gratulieren zu den ersten hundert Tagen und haben die Gelegenheit genutzt, ihm einige Fragen zu stellen.
Hundert Tage im Amt. Wie fällt ihre erste Zwischenbilanz aus, Herr Walter?
„Die vergangenen hundert Tage waren für mich vor allem eine Phase des intensiven Kennenlernens, Zuhörens und Austauschs. Dabei habe ich nicht nur ein starkes und leistungsfähiges Netzwerk kennengelernt, sondern vor allem ein hoch engagiertes Team, das mit großer Fachkompetenz und viel Einsatzbereitschaft arbeitet. Besonders beeindruckt hat mich, wie offen und unterstützend das Team mir begegnet ist. Das hat mir den Einstieg sehr erleichtert und zeigt, wie viel Know-how, Verantwortung und Leidenschaft in 24plus steckt.
Natürlich bewegen wir uns in einem anspruchsvollen Marktumfeld, aber ich spüre im Team und im Netzwerk einen klaren Willen, Dinge gemeinsam voranzubringen. Meine persönliche Zwischenbilanz ist daher: ein sehr guter Start, viel Vertrauen und eine starke Grundlage, auf der wir gemeinsam weiter aufbauen können.“
Vor welchen großen Aufgaben standen Sie und was war Ihr wichtigster Schlüssel, um die ersten Herausforderungen zu bewältigen?
„Zu Beginn standen mehrere zentrale Aufgaben im Fokus: Kosten, IT-Entwicklung, Qualität und insbesondere die Stabilität des Netzwerks. Der anhaltende Kosten- und Margendruck, aktuelle wirtschaftliche Situation, die notwendige Weiterentwicklung der IT-Systeme sowie steigende Qualitätsanforderungen erfordern ein leistungsfähiges und gleichzeitig stabiles System. Netzwerkstabilität ist die Voraussetzung dafür, dass Qualität verlässlich erbracht und wirtschaftlich gearbeitet werden kann.
Der wichtigste Schlüssel, um diese Herausforderungen anzugehen, war für mich der enge Austausch mit dem Team und den Partnern. Statt vorschneller Einzelmaßnahmen ging es darum, gemeinsame Prioritäten zu setzen, Zusammenhänge zu verstehen und Lösungen systemisch zu denken. Die hohe Fachkompetenz und das Engagement im Team haben dabei eine zentrale Rolle gespielt. Vertrauen, Transparenz und gemeinsame Ziele waren dabei entscheidend.“
Welche neuen Akzente konnten Sie bereits setzen und auf welche kommenden Projekte dürfen wir uns unter Ihrer Leitung besonders freuen?
„Ich habe mir von Beginn an vorgenommen, sehr praxisnah vorzugehen und dort anzusetzen, wo wir gemeinsam den größten Effekt erzielen. Ein zentraler persönlicher Schwerpunkt liegt dabei auf der Optimierung der Umschlagsprozesse. Ziel ist es, die Abläufe im Umschlag besser zu verstehen und sie gemeinsam mit dem Team so weiterzuentwickeln, dass Qualität, Geschwindigkeit und Stabilität im Arbeitsalltag spürbar verbessert werden. Parallel dazu analysieren wir die Prozesse in der Verwaltung, um sie zu vereinfachen, klarer zu strukturieren und effizienter zu gestalten. Und auch die Einführung einer konsequenten Kostenkontrolle ist im Fokus. Ziel ist es, mehr Transparenz zu schaffen und eine belastbare Grundlage für wirtschaftliche Entscheidungen zu haben.
Konkret arbeiten wir an der Optimierung der Auslastung auf den Linien sowie an der Reduzierung der Hauptlaufkosten. Ergänzend nehmen wir das Tarifwerk kritisch in den Blick und prüfen, wie es verständlicher, marktnäher und zukunftsfähiger aufgestellt werden kann. All diese Themen werden durch eine gezielte IT-Unterstützung begleitet, damit Prozesse besser abgebildet und das Tagesgeschäft im Netzwerk spürbar entlastet wird. 24plus soll sich Schritt für Schritt wirtschaftlicher, stabiler und leistungsfähiger entwickeln – gemeinsam mit dem Team und den Partnern.“
Hatten Sie ein persönliches Highlight oder einen wichtigen ‚Quick Win‘ seit der Übernahme der Geschäftsführung?
„Ein persönliches Highlight war für mich der offene und konstruktive Austausch mit dem Team in den ersten Wochen. Dieses gegenseitige Vertrauen hat es ermöglicht, Themen sehr schnell offen anzusprechen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.
Ein konkreter „Quick Win“ war, dass wir frühzeitig begonnen haben, Transparenz bei Kosten und Auslastung der Hauptläufe zu schaffen. Dadurch konnten erste Ansatzpunkte identifiziert werden, um die Netzwerkstabilität zu stärken, die Auslastung auf den Linien zu verbessern und wirtschaftliche Potenziale sichtbar zu machen. Für mich zeigt das: Wenn Dialog, Daten und operative Erfahrung zusammenkommen, lassen sich auch in kurzer Zeit spürbare Fortschritte erzielen. Genau diesen Ansatz möchte ich bei 24plus konsequent weiterverfolgen.“
Blicken Sie heute – nach über drei Monaten Erfahrung – anders auf die strategische Ausrichtung von 24plus als noch an Ihrem ersten Arbeitstag? Wie haben sich Ihre Ziele konkret weiterentwickelt?
„Ja, mein Blick hat sich in den vergangenen Monaten spürbar verändert. Am ersten Arbeitstag hatte ich ein klares strategisches Zielbild, aber vieles blieb naturgemäß noch abstrakt. Heute spreche ich aus der Erfahrung heraus – aus vielen Gesprächen, aus Einblicken in den Alltag des Netzwerks und aus dem direkten Austausch mit dem Team und den Partnern.
Ich habe gelernt, dass es weniger um große strategische Schlagworte geht, sondern darum, an den richtigen Stellschrauben konsequent zu arbeiten. Meine Ziele haben sich dadurch konkretisiert: mehr Transparenz bei Kosten, eine stabile und verlässliche Netzwerkstruktur, saubere Prozesse im Umschlag und in der Verwaltung sowie eine IT, die das operative Geschäft wirklich unterstützt. Stärker als zu Beginn ist mir bewusst geworden, wie eng Strategie und tägliche Umsetzung zusammengehören.“
Nachdem Sie die 24plus-internen Strukturen kennen: Welche langfristigen Entwicklungsziele haben Sie sich gesetzt, um 24plus zukunftssicher und wettbewerbsfähig aufzustellen?
„Mein Ziel ist klar: 24plus langfristig stabil, wirtschaftlich und wettbewerbsfähig aufzustellen – ohne dabei die mittelständische Prägung des Systems zu verlieren. Ein zentraler Fokus liegt für mich auf der wirtschaftlichen Stabilität. Transparenz bei Kosten, eine nachvollziehbare Steuerung und konsequente Kostenkontrolle schaffen die Grundlage für unternehmerische Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Wirtschaftliche Klarheit ist dabei kein Selbstzweck, sondern die Voraussetzung dafür, dass das Netzwerk dauerhaft handlungsfähig bleibt und sich gezielt weiterentwickeln kann.
Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Stärkung der Netzwerkstabilität. Ein System funktioniert nur dann nachhaltig, wenn Vertrauen, Verlässlichkeit und Qualität täglich gelebt werden. Genau hier möchte ich ansetzen – mit klaren Prozessen, hoher operativer Disziplin und einer Zusammenarbeit, die von gegenseitiger Verantwortung geprägt ist.
Gleichzeitig sehe ich in der Digitalisierung eine große Chance, das System nachhaltig zu stärken. Mit Cubit24 entwickeln wir eine gemeinsame Plattform für unsere Partner, die Transparenz schafft, Prozesse bündelt und Zusammenarbeit erleichtert. Meine Vision ist es, die TMS-Systeme der Partner direkt miteinander zu vernetzen und diese durch KI-gestützte Funktionen sinnvoll zu ergänzen. So können Abläufe intelligenter gesteuert, Potenziale frühzeitig erkannt und das Tagesgeschäft spürbar entlastet werden. Technologie soll dabei immer unterstützend wirken und den Menschen im Netzwerk stärken.
Meine Vision ist ein starkes, digital vernetztes System, in dem Partner effizient zusammenarbeiten, Entscheidungen auf verlässlichen Daten basieren und 24plus Systemverkehre als gemeinschaftlich getragenes Netzwerk dauerhaft erfolgreich im Markt besteht.“
Sie möchten noch mehr über die Geschäftsführung von 24plus erfahren? Denn lesen Sie das Interview mit Paul Walter nach seiner Ernennung zum Geschäftsführer im Oktober 2025.
